Testbericht GENELEC 8050A

Von Hagen Fin - amazona.de 10/08

amazona.de 10/08
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Klanglich kann die 8050 durch ein eindrucksvolles Klangbild überzeugen. Die Metallkalotte sorgt dabei für eine relativ harte Höhenstruktur. Im direkten Vergleich zu Seidenkalotten oder Bändchenhochtönern klingt die 8050 subjektiv schon fast etwas harsch. Ebenso verhält es sich mit dem Bassbereich, dieser ist durchweg knackig und trocken und hat nicht den kleinsten Hang zum Schwimmen, was als sehr positiv zu werten ist. Zudem ist der Bass auch im Tiefbass stets präsent ohne übermäßig hervorzutreten. Hallräume treten bei der 8050 eher in den Hintergrund, wodurch sich insgesamt eine erhöhte Tiefenstaffelung ergibt.

Im Zusammenhang mit den ebenfalls sehr „trockenen“ Höhen ergibt sich ein äußerst homogenes Klangbild. Der Klang ist nahezu frei von Schönfärberei, wodurch bei der 8050 der Spaßfaktor etwas niedrig ausfällt, sie also nur mit hervorragenden Mixen zur Vorführung beim Kunden empfehlenswert ist. Die 8050 ist eben ein echtes Arbeitstier und dank des hohen Maßes an Neutralität auch im Broadcastsektor sehr verbreitet. Hier sollte man sich als Musiker aber nicht von Faustregeln wie „ein Studiomonitor muss nichts als die pure Wahrheit wiedergeben“ in die Irre führen lassen und die Box Blind kaufen, besser vorher noch mal beim Händler reinhören ob die Klangästhetik gefällt. Genelec haben ihre Hausaufgaben gemacht, die 8050 ist durchweg zu empfehlen.

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